Staatliche Förderung für ein Eigenheim in 2020

Eigenheim durch FörderungWer sich im Jahr 2020 den Traum vom Eigenheim erfüllen möchte, kann dafür verschiedene staatliche Förderungen in Anspruch nehmen. Die KfW und die jeweiligen Kommunen liefern dafür verschiedene interessante Optionen.

Baukindergeld: 12.000 Euro pro Kind über zehn Jahre

Das Baukindergeld ist eine staatliche Eigenheimzulage, die Familien unterstützt. Pro Kind und Jahr werden 1200 Euro gezahlt. Das Programm kann für zehn Jahre in Anspruch genommen werden. Pro Kind fließen also insgesamt 12.000 Euro.

Der Antrag erfolgt bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und darf über die Bank gestellt werden, bei der Sie die Finanzierung aufnehmen. Sie können die Förderung aber auch selbst beantragen.

Die wichtigsten weiteren Eckdaten für das Baukindergeld sind:

Baufinanzierungsvergleich

  • Anspruchsberechtigt ist jeder deutsche Haushalt, der höchstens ein jährlich zu versteuerndes Einkommen von 90.000 Euro (zuzüglich 15.000 Euro für jedes Kind) hat.
  • Die Förderung kann auch rückwirkend beantragt werden – bis zum 1. Januar 2018.
  • Sie besitzen zum „Stichtag“ (Kaufvertrag oder Baugenehmigung) keine weitere Immobilie.
  • Das Baukindergeld muss nicht dafür eingesetzt werden, tatsächlich ein Eigenheim zu bauen. Es kann auch für den Kauf einer Bestandsimmobilie genutzt werden.
  • Das Programm steht ausdrücklich auch Alleinerziehenden offen.
  • Handwerkerleistungen können trotz Baukindergeld steuerlich abgeschrieben werden.
  • Einige Bundesländer haben Förderprogramme aufgesetzt, um das Baukindergeld nutzbringend zu transformieren. In Schleswig-Holstein können Sie es beispielsweise in Eigenkapital umwandeln lassen.
  • Ein Antrag muss bis zu sechs Monate nach Einzug gestellt werden. Die Nachweise müssen nachlaufend innerhalb von drei Monaten eingereicht werden.

Weitere staatliche Förderungen für das Eigenheim im Jahr 2020

Kommunen, die Länder und der Bund stellen zahlreiche weitere Förderprogramme für Ihr Eigenheim zur Verfügung. Diese betreffen auch Bestandsimmobilien und werden größtenteils über das „Klimaschutzprogramm 2030“ gewährt. Die wichtigsten Unterstützungen sind:



  • energetische Sanierungen
  • nachträglicher Wärmeschutz
  • Kraft-Wärme-Kopplungen
  • einbruchssichere Fenster
  • sonstige Maßnahmen, um Einbrüchen entgegenzuwirken
  • Photovoltaikanlagen
  • Ladestationen für E-Fahrzeuge
  • Batteriespeicher
  • Reduzierung von Barrieren
  • Austausch von Ölheizungen (erreicht die neue Heizung einen Anteil von wenigstens 25 Prozent an erneuerbaren Energien, zahlt der Staat 40%)

Die passende staatliche Förderung finden

Förderungen des Bundes werden entweder über die KfW oder das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) abgewickelt. Letzteres bietet ebenfalls eine ausgezeichnete Förderdatenbank für staatliche Programme auf allen Ebenen.

Das BMWi stellt seine Programme über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zur Verfügung. Weitere Datenbanken finden Sie unter den Stichwörtern „Förder.Navi“ (vom Bundesland Nordrhein-Westfalen betrieben) und „Bauförder“ (von der Bundeszentrale für Verbraucherschutz).

Bilderquellen: © jackfrog / Fotolia

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