Gold bei einer Bank kaufen und verkaufen? Was beachten?

Lohnt es sich, Gold bei einer Bank zu kaufen oder zu verkaufen? Welche Art von Gold sollte bevorzugt werden und gibt es bei Ankauf oder Veräußerung beachtenswerte Gebühren? Das erfahren hier her.

Wo sollte Gold gekauft oder veräußert werden?

Banken gelten als vertrauenswürdige Institute und werden daher von einigen Interessenten beim Erwerb oder Verkauf bevorzugt. Fachhändler punkten jedoch mit größerer Auswahl zu günstigeren Preisen und ermöglichen Transaktionen online. Wem es auf Anonymität ankommt, tauscht sein Bargeld bei einem örtlichen Händler gegen Gold, bis zu einem Betrag von 10.000 Euro werden keinerlei persönliche Daten erhoben.

Unabhängig davon sollten Käufer und Verkäufer die aktuellen An- und Verkaufspreise erfassen und vergleichen. Der Ankaufspreis liegt bei Barrengold etwa 5% über dem momentanen Kurs, Verkäufer müssen mit Abschlägen von 2% bis 3% kalkulieren.

Eine Bank bietet in der Regel gegen Gebühr Schließfächer zur Aufbewahrung von Gold an. Die Lagerkosten verteuern den Erwerb jedoch spürbar. Prinzipiell ist der Kauf und Verkauf von Gold als Barren oder Münzen bei einer Bank ebenso möglich wie bei einem Fachhändler.

Auf die Stückelung achten

Banken und Händler bieten Goldbarren in Größenordnungen zwischen einem Gramm und einem Kilogramm an. Kleine Barren sind jedoch geringfügig teurer als Große. Es lohnt sich in Bezug auf Kosten, eher einen 100-Gramm-Barren zu erwerben als zwei Barren zu jeweils 50 Gramm.

Wer jedoch kleine Barren sein Eigen nennt, kann diese in einer Krise einfacher gegen Güter des täglichen Bedarfs eintauschen. Von einem Kilo-Barren bei Bedarf, kleine Scheiben abzuschneiden ist aufwendig und für den durchschnittlichen Besitzer meist unmöglich.

Ebenso praktisch wie kleine Barren sind Goldmünzen mit Gewichten von maximal einer Feinunze. Münzen und Barren in jedem Format können bei Banken und Händlern problemlos zum Tageskurs mit kleinen Abschlägen verkauft werden.

Besonderheiten beim Goldkauf in Banken

Die Häuser sind an die Auflagen des Geldwäsche-Gesetzes gebunden und müssen jeden Verkauf oberhalb von 15.000 Euro der Aufsichtsbehörde melden. Manche Institute verkaufen Gold in jeder Form nur an bekannte Kontoinhaber. Da Gold aber keine Zinsen abwirft, sind Erwerb und Verkauf nicht mit Kapitalertragssteuer (Abgeltungssteuer) verbunden.

Banken kaufen grundsätzlich auch Gold an, das bei Fachhändlern erworben wurde. Gleiches gilt für Händler, die ebenfalls bei Banken erworbenes Gold ankaufen. Wer sein Geld bei einer Bank oder einem Fachhändler in Gold anlegt, zahlt keine Umsatzsteuer.

Allgemeines zur Geldanlage in Gold

Wie bei anderen Anlageformen sollte Gold nur von Mitteln erworben werden, die nicht zur Finanzierung der Lebenshaltungskosten dienen. Gold ist eine langfristige Absicherung gegen echte Krisen und kein Spekulationsobjekt. Experten empfehlen, etwa 20% des Vermögens in Gold anzulegen und regelmäßig Barren oder Münzen zu erwerben. Durch den regelmäßigen Kauf wird ein Durchschnittspreis erzielt, der Kursschwankungen weitgehend ausgleicht. Käufer sollten jeden Monat einen vom Einkommen abhängigen Betrag für den Golderwerb bereitstellen und ähnlich wie bei einem ETF-Sparplan verfahren. Wichtig ist, mit geringen Aufschlägen zu kaufen und möglichst reines Gold vorzuziehen.

Bilderquellen: © Daniel Nimmervoll / Fotolia

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