Darlehenszinsen als Werbungskosten steuerlich absetzen

11. Januar 2011 Redaktion

Die Möglichkeiten Zinskosten für Immobilienfinanzierungen beim Finanzamt geltend zu machen im Überblick: Maßgeblich ist die Nutzung des Objektes entscheidend.

Generell gibt es heute viele Möglichkeiten bestimmte Kosten steuerlich abzusetzen, was unter anderem auch auf die Zinskosten für Darlehensfinanzierungen zutrifft. Die Zinsen können als Werbungskosten von der Steuer abgesetzt werden, allerdings nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen.

Keine Möglichkeit, der Absetzbarkeit haben alle Immobilieneigentümer, welche die Immobilie ausschließlich selbst nutzen. Anders stellt sich die Lage jedoch dar, wenn zumindest ein Teil der durch ein Darlehen finanzierten Immobilie fremdgenutzt (vermietet oder verpachtet) wird. In diesem Fall können die gezahlten Kreditzinsen steuermindernd angegeben werden.

Gewerbliche Nutzung: Seperates Darlehen notwendig

darlehenszinsen werbungskostenAllerdings ist es dabei zu beachten, dass für diesen vermieteten Teil der Immobilie ein separates Darlehen vorhanden sein muss. Hat man beispielsweise einen Immobilienkredit für ein Zweifamilienhaus aufgenommen und bewohnt die eine Hälfte als Eigentümer selbst, während die andere Haushälfte vermietet wird, so können die Darlehenszinsen in diesem Fall nicht als Werbungskosten beim Finanzamt angeben werden, da kein separates Darlehen für den vermieteten Teil vorhanden ist.

Optimal ist die Ausgangssituation, wenn man als Eigentümer nicht in der finanzierten Immobilie wohnt. In dem Fall wird also die gesamte Immobilie vermietet und dient demnach ausschließlich einem gewerblichen Zweck.
Der Eigentümer erzielt dann Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung, und kann in der Folge unter anderem auch die Kreditzinsen in vollem Umfang im Zuge der Einkommensteuererklärung unter der Rubrik “Werbungskosten” geltend machen.
Positiv zu beachten ist, dass es in dieser Hinsicht keinerlei betragsmäßige Grenzen gibt. Es kann also die volle Zinssumme abgesetzt werden.

Zusammenfassent ist also in erster Linie der Umfang der selbst- oder fremdnutzung einer Immobilie dafür ausschlaggebend, inwieweit die Darlehenszinsen von der Steuer abgesetzt werden können.