Forward-Darlehen

Vergleich und Rechner für günstige Zinsen & Konditionen

Familie mit Forward-DarlehenMit einem Forward-Darlehen können Eigentümer von günstigen Zinsen profitieren – und das bis zu 60 Monate im Voraus. Gerade bei Immobilien ist das eine lohnende Sache: Die künftige Anschlussfinanzierung ist frühzeitig gesichert.

Wie funktioniert ein Forward-Darlehen?

Das Prinzip des Forward-Darlehens lässt sich von seinem Namen ableiten: Es kommt aus dem englischen „forward“ und bedeutet „vorwärts“. So können Sie bereits heute die Konditionen für Ihren Anschlusskredit festlegen. In Sonderfällen können Sie die Konditionen bis zu 66 Monate im Voraus vereinbaren – 5 Jahre sind üblich bei einem Forward-Darlehen. Die Auszahlung erfolgt nach dieser Frist. Dafür berechnet die Bank einen Zinsaufschlag auf die derzeitigen Marktkonditionen.

Ein Forward-Darlehen lohnt sich, wenn:

  • bei Abschluss niedrige Zinsen vorliegen.
  • langfristig mit steigenden Zinsen zu rechnen ist.

Das „forward“-Prinzip ist leicht erklärt: In Deutschland ist eine Baufinanzierung  übliche Praxis. Beim Abschluss werden die Konditionen der Anbieter verglichen. Das Ziel besteht darin, möglichst niedrige Zinsen zu vereinbaren. So sollen die Gesamtkosten der Finanzierung gering bleiben. Solche Verträge enthalten eine begrenzte Zinsbindung, von beispielshalber 8 Jahren – und die Zeit geht vorbei. Nun müssen die Sollzinsen neu verhandelt werden, was problematisch sein kann. Die Sollzinsbindung ist stark gestiegen, was zu einem hohen Zinssatz führt. Mit einem Forward-Darlehen wäre das nicht passiert, da es „forward“ – also vorwärts gerichtet – abgeschlossen wird. So kann man sich einen günstigen Zinssatz sichern und die Gesamtkosten gering halten.

Auf den aktuellen Zinssatz wird der sogenannte „Forwardzuschlag“ berechnet. Das sind die Bereitstellungszinsen für das Darlehen. Einige Banken verzichten auf diesen Zuschlag, doch hier gilt es das Angebot genau zu überprüfen. Meistens fällt dann der Einstiegszinssatz deutlich höher aus. Bei einem üblichen Darlehen würden die Bereitstellungszinsen etwa ein halbes Jahr später anfallen, was bei einem Forward-Darlehen keinen Sinn macht. Daher wird es als Annuitätendarlehen bezeichnet, also als Darlehen mit konstanten Raten, die zu einem späteren Zeitpunkt ausbezahlt werden. Während dieser Forward-Periode entstehen keinerlei Kosten aus Bereitstellungsentgelten oder Zinsen.

Aktueller Forward-Darlehen Vergleich und Rechner

Unser Vergleich und Online-Rechner bietet einen Überblick der aktuellen Zinsen und Konditionen der Top Anbieter für Forward-Darlehen. Geben Sie einfach oben im Filter die gewünschte Daten ein klicken Sie auf „Forwarddarlehen vergleichen„:

Lohnt sich diese Anschlussfinanzierung immer?

Frau mit Kind glücklichAls Eigentümer einer Immobilie sollten Sie Ihre laufende Baufinanzierung prüfen. Entscheidend ist, dass die Zinsbindung in 1 bis 5 Jahren ausläuft. Liegen die Zinsen zum Beispiel bei 1,5% können Sie diesen Zinssatz für einen zukünftigen Zeitpunkt sichern. Steigen sie bei der Auszahlung auf 3% an, profitieren Sie von der Ersparnis. Hätten Sie einfach nur Ihre Baufinanzierung verlängert, müssten Sie mindestens 3 % zahlen – anstelle den 1,5 % der Forward-Finanzierung. So sind Sie von künftigen Zinsanstiegen nicht betroffen und können sicher kalkulieren.

Sollte sich der Zinssatz auf einem hohen Niveau bewegen, ist von einem Forward-Darlehen abzuraten. Die Finanzierung lohnt sich nur, wenn Sie von steigenden Zinsen in der Zukunft ausgehen. Diese Darlehensform hat eine spekulative Komponente, da Sie nicht wissen, ob sich die Zinsen tatsächlich so entwickeln, wie gewünscht wird.

Entscheidend: Das Forward-Darlehen muss auf jeden Fall in Anspruch genommen werden.

Konditionen bei einem Forward-Darlehen

Junges Paar im HausDas Forward-Darlehen ist für Anschlussfinanzierungs- und Umschuldungszwecke bestimmt. Es wird ein Zuschlag erhoben, der sich an der laufenden Tilgung, der Höhe der Restschuld und der Sollzinsbindungsdauer orientiert. Dieser Aufschlag beträgt bei einer Laufzeit von 25 Monaten circa 0,6 %, bei 36 Monaten sind es etwa 0,90 %. Einige Banken fordern eine bestimmte Mindestdarlehenssumme. Zudem muss die Baufinanzierung in 12 bis 60 Monaten enden. Hier kommt es häufig zu Problemen, was dieses Beispiel aufzeigen soll:

Ein Verbraucher möchte ein Forward-Darlehen abschließen. Seine Baufinanzierung läuft erst in 7 Jahren aus, weshalb ihm das Darlehen verweigert wird. Nun möchte er seine Baufinanzierung kündigen, um sich den günstigen Zinssatz zu sichern. Der Kunde ist auf die Kulanz seiner Bank angewiesen, da er an feste Vertragslaufzeiten gebunden ist. Seine Bank kann die Kündigung abweisen oder ihm eine hohe Schadensgebühr berechnen. Ob sich das lohnt, ist im Einzelfall zu prüfen.

Bei einer Umschuldung kann sich ein Bankwechsel lohnen. Hier fallen Gebühren beim Forward-Darlehen an, also die Kosten für den Notar und das Grundbuchamt. Die Grundschuld muss gelöscht und neu eingetragen oder abgetreten werden. Wichtig ist, die eingesparten Zinskosten den Gebühren gegenüberzustellen.

Zusammenfassung der Vor- und Nachteile:

Vorteile

  • Günstige Anschlussfinanzierung
  • Historisch niedrige Zinsen
  • Planungssicherheit
  • Kostenlos während Forward-Periode

Nachteile

  • Zinsmarkt nicht kalkulierbar
  • „Forwardzuschlag“

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