Staatliche Förderung für ein Eigenheim: Ausblick auf 2017

Eigenheim durch FörderungWelche staatliche Förderungen gibt es für den Bau oder Erwerb eines Eigenheims und welche Entwicklung läßt sich für 2017 abschätzen. Hier ein Einblick in die Möglichkeiten und Voraussetzungen.

Der Kauf oder auch Bau eines eigenen Hauses stellt für die meisten Menschen die größte Investition im Leben dar. Vor allem wird in der Regel ein hohes Darlehen aufgenommen, welches auf Jahre bis Jahrzehnte hinaus das monatlich zum Leben zur Verfügung stehende Budget belastet. Entsprechend wichtig ist die sorgfältige Planung eines solchen Unterfangens. Unter den hierbei zu berücksichtigenden Faktoren spielen auch staatliche Förderprogramme eine wichtige Rolle. Denn jeder Euro, der vom Staat zugeschossen wird, muss nicht von Ihnen selber aufgebracht werden.

Doch welche Art von staatlicher Förderungen sieht der Staat eigentlich in Bezug auf Eigenheime vor?

Die grundlegenden Formen der Förderung

Grundsätzlich ist zwischen drei Formen der Eigenheimförderung durch den Staat zu unterscheiden. Bei der ersten Form handelt es sich um direkte staatliche Zuwendungen. Bis 2005 gab es hier mit der so genannten Eigenheimzulage das größte staatliche Subventionsprogramm in Deutschland überhaupt.

Baufinanzierungsvergleich



Nach der Abschaffung Eigenheimzulage bilden solche direkten Zuschüsse eher die Ausnahme, etwa wenn eine Heizungsanlage auf Basis erneuerbarer Energien installiert wird. Die zweite Art der Subventionierung betrifft Steuerersparnisse wie sie etwa beim so genannten Wohn-Riester zum Tragen kommen. Die dritte Art der staatlichen Förderung betrifft schließlich die Vergabe von Darlehen mit besonders günstigen Zinssätzen wie sie etwa die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) anbietet.

Zinsgünstige Darlehen

Ein Mittel der Förderung des Baus und Erwerbs von Eigenheimen sind spezielle Darlehen mit im günstigen Zinssätzen. In Zeiten hoher Zinsen fallen hierbei die möglichen Ersparnisse selbstverständlich deutlich höher aus als während eines allgemeinen Zinstiefs, wie wir es aktuell in 2016 haben. Trotzdem machen sich auch in solchen Zeiten die entsprechenden Einsparungen durchaus finanziell bemerkbar.

Das Augenmerk der Politik war hierbei in 2016 und den vorangegangenen Jahren vor allem auf das Thema Energie gerichtet. Von daher geht es im Rahmen dieser Art der Förderung vor allem um eine Steigerung der Energieeffizienz. Dies betrifft im übrigen nicht nur Neubauten. Auch Inhaber von bereits bestehenden Immobilien können für den Fall, dass beim Haus in Sachen Energie-Sparen nachgerüstet wird, entsprechende verbilligte Kredite beantragen. Hierbei geht es im übrigen nicht ausschließlich um Wärmedämmung. Denn auch bei der Energieerzeugung mittels Photovoltaik auf dem eigenen Hausdach bestehen unterschiedliche Modelle der staatlichen Förderung, welche auch und gerade verbilligte Kredite betreffen.

Regelmäßig wird diese Art der Förderung über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) angeboten. Im Zuge eines Neubaus bzw. einer Renovierung kann dabei der Einbau bzw. die Ausbesserung von Dichtungen an Türen und Fenstern gefördert werden. Gleiches gilt für den Einbau einer Belüftungsanlage, eine neue Heizungsanlage bzw. die Sanierung einer bereits bestehenden Anlage sowie die Dämmung von Wänden, Dächern und Geschossdecken. Gleiches gilt für den Umbau von bestehenden Immobilien im Hinblick auf eine bessere Nutzbarkeit im Alter bzw. im Hinblick auf den Schutz vor Einbrüchen.

Günstiger ins Eigenheim mit Wohnriester

Auch bereits in der Anspar-Phase für das neue Eigenheim kann staatliche Förderung in Anspruch genommen werden. Dabei geht es um die Eigenheimrente welche umgangssprachlich gerne auch als Wohnriester bezeichnet wird. Neben direkten staatlichen Zulagen lohnt sich eine solche Eigenheimrente vor allem wegen der möglichen Steuerersparnis auf Gelder, die in den der Eigenheimrente zugrundliegenden Bausparvertrag eingezahlt werden.

Nutzen lassen sich diese Fördermittel sowohl für den Erwerb als auch die Sanierung von selbst genutztem Wohneigentum. Zwingende Voraussetzung ist dabei aber eine Mitgliedschaft in der gesetzlichen Rentenversicherung. Für Beamte etwa lässt sich Wohnriester daher nicht nutzen. Gleiches gilt für selbständig Tätige wie Handwerker, Inhaber von Läden sowie Freiberufler mit eigenen Formen der Altervorsorge wie Ärzte, Rechtsanwälte oder auch Architekten.

Wenig Neues in 2017 aber die Töpfe werden wieder aufgefüllt

Bleibt noch ein Ausblick auf die weitere Entwicklung der staatlichen Förderungen für Eigenheime über 2016 ins Jahr 2017 hinaus. Hier existieren zwar politische Initiativen, die Eigenheimzulage in modernem Gewand neu aufzulegen, doch die diesbezüglichen Planungen dürften erst nach dem Wahljahr 2017 konkretere Formen annehmen. Aber immerhin können ab Januar 2017 viele der derzeit finanziell ausgeschöpften Programme wieder Anträge annehmen, da neue Gelder zur Verfügung stehen. Dies betrifft etwa die Verbesserung des Einbruchschutzes, das Umrüsten auf altersgerechtes Wohnen oder die KfW-Fördermittel für Batteriespeicher.

Bilderquellen: © jackfrog / Fotolia

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