Erwerbsminderungsrente abgelehnt? Widerspruch gegen Ablehnung

12. August 2010 Redaktion

Sollte der Antrag für die Erwerbsminderungsrente abgelehnt werden, ist ein Widerspruch häufig die einzige Möglichkeit noch eine Chance auf den Rentenanspruch zu bekommen. Dabei ist wichtig zu wissen, wie man in diesem Fall vorgehen sollte.

Diese Rentenzahlung soll einspringen und den Lebensunterhalt sichern, wenn man aus Krankheitsgründen nicht oder nur noch eingeschränkt arbeiten kann. Damit der Antrag für die Erwerbsminderungsrente auch bewilligt wird, gelten folgende Voraussetzungen für den Rentenbezug:

  • die Regelaltersgrenze für die Altersrente wurde noch nicht erreicht
  • es ist unmöglich die Erwerbsfähigkeit durch Rehabilitation wieder herzustellen
  • man kann nur noch bis zu 6 Stunden täglich arbeiten
  • mindestens fünf Jahre Versicherungszeit in der gesetzlichen Rentenversicherung

Nach der Antragstellung erfolgt die Prüfung der Erwerbsminderung anhand medizinischer Unterlagen und Gutachten. Das Ergebnis wird in einem Bescheid über die Zuerkennung der Rente zusammengefasst.

Innerhalb eines Monats widersprechen

Erwerbsminderungsrente AblehnungWird der Anspruch auf eine Rente wegen Erwerbsminderung ganz oder teilweise abgelehnt, kann bei der zuständigen Behörde Widerspruch gegen die Ablehnung eingelegt werden. Dieser muss spätestens einen Monat nach Zustellung des Ablehnungsbescheides bei der Behörde eingegangen sein.
Es reicht dafür zunächst eine schriftliche Mitteilung, dass dem Bescheid bzw. der Ablehnung widersprochen wird. Eine Begründung ist nicht zwingend erforderlich, aber natürlich sinnvoll. Sie kann aber in jedem Fall auch nachgereicht werden.

Mangelnde Beweisführung als Ablehnungsgrund

Sollte auch der Widerspruch nicht anerkannt werden, bleibt nur noch die Möglichkeit der Klage beim Sozialgericht. Erfahrungen von Rechtsanwälten zeigen, dass die Bewilligung einer Erwerbsminderungsrente meistens mittels umfassender medizinischer Gutachten und mit juristischem Beistand hart erkämpft werden muss.

Da die zuständigen Behörden in ihren Ablehnungsbescheiden keine Begründungen angeben, wissen die Antragsteller nicht, dass eine Ablehnung häufig aufgrund mangelnder medizinischer Beweisführung erfolgt. Die Sozialversicherungsträger stellen selbst keine Ermittlungen zur Aufklärung des medizinischen Sachverhalts an. Genau dieser Umstand führt letztendlich häufig dazu, dass viele Anträge und anschließender Widersprüche nicht bewilligt werden.

Mit Hilfe eines Fachanwalts für Rentenrecht hat das Verfahren in der Regel mehr Aussicht auf Erfolg. Er weiß, welche externen fachärztlichen Gutachten nötig sind, um eine sichere medizinische Beurteilung des Antragstellers durchzuführen.