Durchschnittseinkommen 2011: Aussichten für Deutschland

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Einblick in die Entwicklung des Durchschnittseinkommen in Deutschland und die Aussichten für 2011: Die Wirtschaft boomt und der konjunkturelle Aufschwung ist trotz der Nachwirkungen der Wirtschaftskrise nicht zu bremsen.

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg mit 3,6% so stark an wie seit 1990 nicht mehr. Doch wie wirkt sich diese Entwicklung tatsächlich auf die Gehälter aus?

Das durchschnittliche Einkommen aller Versicherten in der gesetzlichen Rentenversicherung wurde von der Bundesregierung für 2010 auf 32.003 Euro jährlich festgelegt. Für 2011 errechnete der Gesetzgeber in Deutschland ein vorläufiges jährliches Durchschnittseinkommen von 30.268 Euro.

Laut dem Statistischen Bundesamt (http://www.destatis.de/) waren im dritten Quartal 2010 die Arbeitnehmer aus dem Bereich Energieversorgung die Spitzenverdiener. Hier lag das durchschnittliche Einkommen eines vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmers bei 4.281 Euro brutto. In etwa gleichauf lag die Branche Information und Kommunikation mit 4.270 Euro. Am wenigsten verdienten die Beschäftigten des Gastgewerbes mit 1.904 Euro.

Das branchenunabhängige Einkommen lag im dritten Quartal 2010 im Durchschnitt bei 3.237 Euro brutto. In den meisten Branchen stiegen die Verdienste stärker als die Preisentwicklung, was die Verbraucher zu mehr Konsum animierte. Das verarbeitende Gewerbe hatte einen Verdienstzuwachs von 4,6%, was nicht zuletzt durch den Rückgang der Kurzarbeit verursacht wurde.

Das Nettoeinkommen sinkt leicht ab

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung in Berlin (http://www.diw.de/) erwartet für das erste Quartal eine Steigerung des Bruttoinlandsproduktes von 0,6% gegenüber dem Vorquartal. Tatsächlich wird 2011 allerdings bei den meisten Steuerzahlern das Nettoeinkommen geringfügig sinken im Vergleich zum Vorjahr. Höhere Beiträge für Krankenversicherung und Arbeitslosenversicherung werden nur teilweise durch niedrigere Abgaben bei der Lohn- und Kirchensteuer und beim Solidaritätszuschlag aufgefangen und schlagen sich somit mindernd auf das Durchschnittseinkommen nieder.

Für Spitzenverdiener kann die leicht verminderte Beitragsbemessungsgrenze in der Krankenversicherung sogar einige Euro mehr im Portmonee bedeuten. Und IT-Führungskräfte dürfen 2011 mit einem starken Plus rechnen. Der Konjunkturaufschwung und der Fachkräftemangel lassen die Gehälter für IT-Manager durchschnittlich mit 5,2% steigen.