Baukredit nachträglich aufstocken – Kosten und Voraussetzungen

Man kann seinen Baukredit aufstocken, wenn das kakulierte Kapital für Immobililienfinanzierung nicht ausreicht. Dabei gibt es  jedoch Einiges bzgl. der Voraussetzungen und der zusätzlichen Kosten zu beachten.

In vielen Fällen kommt man als Kreditnehmer nicht mit der Darlehenssumme aus, die einem im Rahmen einer Baufinanzierung zur Verfügung gestellt worden ist. Besonders wenn eine Immobilie nicht gekauft sondern neu gebaut werden soll kommt es in der Praxis aber häufiger vor, dass man mehr Kapital benötigt, als man eigentlich kalkuliert und dann im Rahmen des Kredites bekommen hat.

In diesem Fall gibt es die Möglichkeit, einen vorhandenen Baukredit aufstocken zu können. Das bestehende Darlehen wird in solch einem Fall entweder von der Summe her erhöht oder es wird alternativ ein weiteres separates Darlehen aufgenommen. Diese beiden Varianten werden in der Praxis am häufigsten vom Kreditnehmer genutzt, wenn es darum geht, die Finanzierungssumme zur erhöhen.

Voraussetzungen und Beachtenswertes

Wenn man seinen Baukredit nachträglich aufstocken möchte muss die Bank natürlich damit einverstanden sein. Als Voraussetzung muss man eine gute Bonität besitzen und vor allen Dingen in der Lage sein, auch diese sich dann erhöhende Gesamtrate monatlich tragen zu können. Denn durch die Aufstockung des Darlehens wird natürlich die finanzielle Belastung in Form der monatlichen Kreditraten höher.

Ferner sollte man Eines bei der Aufstockung von einem Baukredit auf jeden Fall beachten, nämlich die etwas ungünstigeren Konditionen. Da der aufgestockte Betrag in der Regel nicht mehr wie das „Erstdarlehen“ über eine Grundschuld abgesichert werden kann, sind die Kosten in Form des Zinssatzes etwas höher für den Kreditnehmer als beim vorherigen Darlehen. Man erhält den aufgestockten Kreditbetrag also in der Regel zu einem Zinssatz, der zwischen 0,30 und 0,80 Prozent über dem Zinssatz für das anfänglich genutzte Baudarlehen liegt.